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Hirscheneck Statement

Juli 2021

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Hirscheneck Statement

01.04.2021

Liebe Freund*innen, Liebe Besucher*innen des Hirschenecks

In den vergangenen Wochen haben uns Menschen anvertraut, dass sie im Verlauf des letzten Jahres von einer Person des Kollektivs, sexuell belästigt wurden und sexuelle Übergriffe durch sie im Hirschi erlebt haben. Es schmerzt uns und tut uns für alle Betroffenen sehr leid, dass auch das Hirschi nicht zu jeder Zeit ein sicherer Ort sein kann - so sehr wir uns das wünschen. Die Betroffenen haben unsere volle Unterstützung und wir danken ihnen für ihre Offenheit und ihr Vertrauen. Wir wissen, dass das Teilen des Erlebten viel Überwindung, Vertrauen und Mut braucht. 
Wir sind wütend, betroffen und traurig!

Das Hirschi versteht sich als Ort an dem Sexismus, Rassismus sowie jegliche Arten von Diskriminierung keinen Platz haben sollen. Wir versuchen die Dinge neu zu denken und besser zu machen. Durch die Ereignisse wurde uns wieder einmal schmerzlich vor Augen geführt, dass, egal wie gross die Bemühungen sind, keinen Raum gibt der frei von Übergriffen und Diskriminierung ist. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass wir Strukturen kreieren können, in denen Grenzüberschreitungen aufgedeckt und benannt werden. Räume, in denen Menschen mit ihren Bedürfnissen, Befindlichkeiten und ihrem Erleben gesehen und ernst genommen werden, Unterstützung und Solidarität erfahren.
Wo stehen wir jetzt?
- Die übergriffige Person arbeitet per sofort nicht mehr im Hirscheneck. Ausserdem erhält sie ein unbefristetes Hausverbot.
- Die Betroffenen haben Wünsche und Forderungen geäussert, die wichtig sind um die Situation jetzt, aber auch langfristig zu verbessern. Diese wollen wir ernst nehmen und ihnen nachkommen.
- Wir wollen und können uns nicht aus der Verantwortung nehmen, da uns bewusst ist, dass auch wir Teil und Multiplikatoren der Missstände sind. Es ist uns bewusst, dass dies viel Zeit und Engagement braucht. Es braucht Mut und Willen die eigenen Strukturen zu hinterfragen und unser Mitwirken zu beleuchten, um Veränderungen zu ermöglichen.
- Wir möchten diese Vorfälle und ihre Aufarbeitung möglichst transparent und zugänglich gestalten. Deshalb sind wir im engen Austausch mit unseren Aushilfen und weiteren nahestehenden Personen, um sie in die Prozesse einzubinden.
- Da wir von mehreren Betroffenen wissen und einige Vorfälle schon länger zurückliegen, können wir nicht ausschliessen, dass noch weitere Übergriffe stattgefunden haben. Sollte dies auf dich zutreffen gibt es Raum zum Teilen und Austauschen von Erfahrungen. Wenn du das Bedürfnis hast, melde dich unter ansprechpersonen@gmail.com Wir möchten dich, soweit uns möglich, unterstützen und dich in die Aufarbeitung einbeziehen, falls du das wünschst. Deine Anfrage wird von uns vertraulich behandelt. Du bist nicht alleine. Du trägst keine Schuld. Wir glauben dir.
Die vergangene Woche wirft sehr viele Fragen auf und lässt uns betroffen zurück. Wir verstehen, dass es euch jetzt wahrscheinlich genauso geht. Wir möchten euch bitten, uns Zeit und Raum zu geben - wir werden euch über unsere Aufarbeitung auf dem Laufenden halten.
Ni una mas!
Eure Hirschis
 

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